Die bislang übliche Chemotherapie ist teuer und mässig erfolgreich. Das ist die Chance billige Alternativen wie Methadon, oder Natron. Eine Übersicht.
 

Beginnen wir mit dem, was BIG-Pharma zu bieten hat. Sie setzt zurzeit vor allem auf monoklonale Antikörper. Sie wirken so: Krebszellen vermehren sich indem sie ein autonomes Gefässsystem bilden. Zu diesem Zweck muss die Krebszelle spezielle Wachstumsfaktoren freisetzen. Monoklonale Antikörper unterbinden diesen Vorgang. Marktleader ist Avastasin von Roche mit einem jährlichen Umsatz von 6,7 Milliarden Dollar. Der Erfolg ist allerdings bescheiden und teuer. Nach einer Studie des New England Journal of Medicine verlängert Avastasin die Überlebensdauer von Krebspatinen um 4,7 von auf 20,3 Monate und kostet 42’800 bis 55’000 Dollar. Roche selbst meldet bei Patientinnen mit Gebärmutterhalskrebs eine restliche Lebenserwartung von 17 Monaten mit, statt 13,3 Monate ohne Avastasin (bzw. mit normaler Chemotherapie). Die Nebenwirkungen werden von den Betroffenen zuweilen als «ganz schrecklich» empfunden.

Methadon hat kaum Nebenwirkungen

Damit ist klar: Die Messlatte für alternative Krebsmittel liegt tief. Wenn sie wenig kosten und wenig Nebenwirkungen aufweisen, haben sie schon fast gewonnen. Für Methadon (hier) trifft das zu: Die Kosten belaufen sich auf wenige Franken pro Woche, die Nebenwirkungen sind gering und zumindest als Schmerzmittel ist Methadon der Konkurrenz (der Opioide) klar überlegen. Allerdings sind viele Ärzte nicht mit Methadon vertraut und schrecken deshalb davor zurück. Hier schreibt der Methadon-Arzt Dr. Hilscher, was bei der Vorordnung vom Methadon zu beachten ist.

Für Methadon spricht auch, dass es einen in vitro (im Reagenzglas) gut belegten Wirkungsmechanismus gibt: Krebszellen haben an ihrer Oberfläche je nach Krebsart bis 10'000 mal mehr Opioid-Rezeptoren. In diese dringt das Methadon ein und verstärkt einen Mechanismus, der zum Zelltod führt. Zudem öffnet Methadon auch den Krebsmedikamenten den Weg in die Zelle. Über die krebshemmende Wirkung von Methadon im Menschen gibt es bisher noch keine klinischen Doppelblind-Versuche. Es gibt aber sehr eindrücklich Fallgeschichten. (Hier und hier) Ein Interview mit Dr. Claudia Friesen – sie hat die Antikrebs-Wirkung von Methadon entdeckt – finden Sie hier. Eine Garantie für die Wirksamkeit von Methadon gibt es nicht, doch angesichts der tiefen Kosten und geringen Nebenwirkungen ist es wohl einen Versuch wert.

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Säure-Basen-Gleichgewicht

Der Nachteil von Methadon liegt darin, dass es nicht vorbeugend angewendet werden kann, zumal seine Wirkung nichts darüber aussagt, wie Krebs überhaupt erst entsteht. Bei Amygdalin oder Vitamin B17 (Handelsname Laetrile) ist das anders. Dahinter steckt folgende Theorie: Unser Körper erneuert und repariert sich laufend. Zu diesem Zweck produziert er unspezifische Stammzellen oder Trophoblasten die überall im Körper eingesetzt werden können. Das Vitamin B 17 sorgt dafür, dass sich diese nicht unkontrolliert vermehren. Wenn nun erstens der Reparaturmechanismus der Körpers etwa durch chronische Entzündungen überstrapaziert wird und zweitens nicht genügend Vitamin B 17 vorhanden ist, kommt es zu Krebs. Seit über hundert Jahren ist bekannt, dass Krebszellen viele Eigenschaften von Throboplasten haben.

Auch zu Vitamin B 17 gibt es viele Fallbeispiele und einige In-Vitro-Studien. In den 1970er Jahren wurde Amygdalin auch klinisch getestet - mit sehr gemischten uns insgesamt unbefriedigenden Ergebnissen. Gemäss einer Analyse des Bradford Research Institute von 1981 hängt dies vor allem damit zusammen, dass nicht Amygdalin an sich wirkt sondern ein Abbauprodukt, das sich erst im Körper selbst bildet – sofern die Umstände günstig sind. Damit Amygdalin wirkt, muss man erst das Säure-Basen-Gleichgewicht wiederherstellen (sprich Eiweiss) reduzieren) und für eine ausreichende Zufuhr von u.a. Magnesium, Selen und Vitamin A versorgen.

Low-Carb-Therapie

Ähnlich erging es auch der Low-Carb-Therapie. Sie geht auf den Nobelpreisträger Otto Warburg zurück, der 1924 entdeckt hatte, dass Krebszellen einen anderen Stoffwechsel haben. Er vertrat die Ansicht, dass man den Krebs mit einer kohlenhydratearmen Diät (low carb) aushungern kann. Fast 70 Jahre später versuchte der US-Arzt Robert Atkins (der von der Atkins-Diät) genau dies, hatte aber keinen Erfolg. Doch jetzt scheint die Low-Carb-Therapie wieder kurz vor dem Durchbruch zu stehen. Man muss dabei allerdings ein paar Dinge beachten: Nicht zu viel Eiweiss (wie bei Atkins), Säure-Basen- Gleichgewicht, ausreichend Magnesium Vitamin C und Vitamin A. Kommt uns das bekannt vor?

Backpulver

In diesem Zusammenhang muss auch die von den Ärzten Marc Sircus und Tullio Simoncini propagierte Natron-Therapie kurz erwähnt werden. Sie beruht darauf, dass Krebszellen eine sehr saure Membran haben und deshalb mit dem stark basischen Natron (Backpulver) bekämpft werden können. Zu diesem Zweck muss der pH-Wert des Urins über längere Zeit auf 8 steigen. Eine kurze Zusammenfassung finden Sie hier. Auch dazu gibt es keine klinischen Untersuchungen.

So unterschiedlich all dies Ansätze sind, so haben sie doch einen gemeinsamen Nenner – die Übersäuerung. Stress, ein Überschuss an Eiweiss und Mangel an basischen Mineralstoffen führen zu chronischen Entzündungen und die wiederum fördern oder verursachen die Entstehung von Krebs. Offenbar ist die Stammzellen-Theorie nicht ganz aus der Luft gegriffen. Noch aber ist das Aktenzeichen Krebs ungelöst.





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